Call of Juarez | Xbox 360
Nach knapp 9 Monaten hat Ubisoft / Techland den erflogreichen Shooter „Call of Juarez“ vom PC auf die Xbox 360 portiert. Wir zeigen euch im ausführlichen Test wie sich die beiden Hauptcharaktere Billy Candle und Priester Ray im Jahre 1882 in Texas bei euch auf den heimischen Bildschirm schlagen. Ob sich der Shooter der im Wilden Westen angesiedelt ist, von der Konkurrenz wie mit Grafik, Steuerung, Multiplayer und der Umgebung abheben kann erfahrt ihr jetzt im ausführlichen Test zu Call of Juarez für die Xbox 360.
Seite 1: Der Wilde Westen und seine Story, Die Hauptfiguren
Seite 2: Steuerung eurer Helden, Grafische Glanzleistung, Sound und Musik, Multiplayer
Seite 3: Fazit, Pro / Kontra und Wertung
Der Wilde Westen und seine Story
Call of Juarez spielt in Texas im Jahr 1882, ein Platz an dem du dir für einen falschen Blick eine Kugel einfängst. Also mach dir lieber keine Feinde.
Eine Legende des verschollenen Goldschatzes von Juarez lebt seit den Zeiten von Hernando Cortez in den Erzählungen der Menschen weiter. Man sagt sich es handle sich um das Lösegeld für Montezuma, der von den Spaniern in der großen Aztekenhauptstadt Tenchotitlan als Geisel genommen wurde. Nach der Plünderung der Stadt ist der Schatz spurlos verschwunden und man vermutet das er in der Nähe der Grenzstadt Juarez vergraben wurde. Der Schatz soll nach der Legende von dem Sonnengott Huitzilopochtli mit einen Fluch belegt wurden sein. Alle die den Schatz an sich reißen, werden verrückt und stürzen ins Verderben. Deshalb wird es von den Einheimisch „Call of Juarez“ genannt.
Die Hauptfiguren Billy die Kerze und Reverend Ray
Du Spielst Billy Candle der auf auf der Suche nach den Schatz von Call of Juarez war, aber ihn nicht gefunden hat. Als er zurückkam um seine Familie zu sehen, hörte er schreie und fand seine Familie tot auf. Billy war es aber nicht er wird irrtümlich dieses Mordes verdächtigt, da er zur falschen Zeit am falschen Ort war und dabei auch noch von einen Freund gesehen wurde der ihn jetzt jagt, weil er denkt er hätte sie umgebracht. Dabei übernehmt ihr die 2.Rolle des Reverend Ray der Billy verfolgt. Ray ist ein Ex-Gesetzloser und Revolverheld, der Billy ab nun an gnadenlos jagt.
Wie schon gerade erwähnt spielt ihr 2 Personen im Spiel, und dies immer abwechselnd voneinander. Im Spiel findet ihr euch in richtigen kleinen Wild Western Städtchen wieder mit Bars, leichte Milieus, und den altbekannten Todengräber der euch am Anfang schon mal vermisst um euch ein kleines letztes Holzhäuschen zu bauen.
Billy hat nicht gerade viele Freunde so wird ihm am Anfang vom Sheriff ( Stiefvater von Billy ) seine Waffe abgenommen und muss sich erstmal eine neue besorgen, die er von seiner Freundin im Rotlichthäuschen bekommt. Dabei wird er aber vom Boss erwischt und schon hetzen mehrere Banditen hinter ihm her und wollen ihn an den Kragen. Dabei wollte er ja nix böses, aber so ist das im Wilden Westen nun mal.
Billy ist eher der der Konfrontationen aus dem Weg geht, so kann er sich von hinten an Gegner heranschleichen und sie ausschalten, über Hindernisse einfach drüber klettern und ist sehr flink. Um Hindernisse wie kleine Schluchten zu überwinden benutzt er seine Peitsche, so dass er sich an Bäumen dranhängen und kleine Schluchten wie Tarzan überschwingt. Die Peitsche ist natürlich auch gegen Gegner nützlich, sollte aber nicht in eine Sadomaso Show abdriften, um sie andauernd zu foltern. Im späteren Spielverlauf muss Billy in der Nacht durch die Wälder streifen, dabei hilft ihm ein Bogen. Am besten ihr bleibt immer im dunkeln sonst werdet ihr entdeckt, denn es zieht auch noch ein Gewitter auf wo jeder Blitz durch die Helligkeit euch verraten würde. Mit Zielen des Bogens wird ein Konzentrationsmodus gestartet der an Max Payne errinnert um Gegner in Zeitlupenfunktion mit gezielten Schüssen zu erledigen. Wenn euch die Pfeile mal ausgehen sollten, dann könnt ihr diese auch einfach wieder einsammeln. In den späteren Missionen könnt ihr aber auch normale Schusswaffen nehmen, das ist euch selber vorbehalten wie ihr vorgeht.
Was etwas stört ist das man in den Schleichmissionen nicht sieht wo die Gegner gerade hinschauen, so dass man eventuell ungehindert an ihnen vorbeikommt. So kommt es oft vor das man rumballern muss, aber es mit Hilfe eines Hilfsystems besser umgehen hätte können. Da hätte man etwas von Splinter Cell abschauen können, weil so muss man manche Passagen mehrmals starten.
Und nun zu Ray, Reverend Ray ist ein Gottesdiener der am Anfang des Spiels gerade eine Gottesrede hält. Dabei stürmt eine Frau hinein die Schreie hörte und Billy gesehen hätte. So macht man sich als Ray auf um nach zu sehen was nun los ist. Ihr entdeckt Ray und ruft ihm hinterher aber er bleibt nicht stehen. So müsst ihr hinter ihm her aber kurz bevor ihr ihn habt schneidet er die Seile der Brücke durch und er entwischt euch. Ihr geht zurück zum Haus wo die Leichen von Billys Mutter liegen, und schon haben sich 3 Plünderer drüber her gemacht um alle Habseligkeiten zu klauen. Das Verhalten lässt der alte Reverend nicht über sich ergehen und schon könnt ihr mit gezielten Faustschlägen zeigen was ihr so drauf habt. Man sieht schon, auch wenn Ray ein alter Mann ist, ist mit ihm nicht gut Kirschen essen, denn dieser Mann hat Kraft und ist ein berüchtigter Revolverheld. Zurück in der Kirche will man sich aufmachen um Billy zu schnappen aber der Sheriff verbietet euch dies und der wird kurze Zeit später von ein paar Aufständigen hinterrücks erschossen. Nun geht euer Abenteuer gegen böse Banditen los. Ray holt sich seine 2 Revolver die er schon Jahrelang nicht benutzt hat raus und zeigt den Jungen Burschen wo es langgeht. Ray hat meist Revolver und Gewehre die er einsetzt. Auch er hat den Konzentrationsmodus der aktiviert wird wenn ihr die 2 Revolver zieht, dabei habt ihr 2 Zielkreuze die euch helfen in einer bestimmten Zeit Gegner auszuschalten. Der Konzentrationsmodus braucht immer eine gewisse Zeit um auf zuladen aber ihr könnt ihn immer benutzen.
Wenn ihr mal nicht soviel Munition habt dann zückt doch einfach mal die Bibel, damit lest ihr Zitate vor die eure Feinde verwirren.
Das Spiel allgemein lebt von seiner Atmosphäre des Wilden Westens, so seht ihr weite Steppen, Farmen, kleine Städtchen, Eisenbahnen und ihr könnt sogar später auf einen Pferd reiten. Die Umgebungen leben von den NPC´s ( Non Player Charaktere ) und Tieren ( wie Wölfe ) die euch in der Wildnis begegnen. Auch Gegenstände wie in Half Life 2 kann man hochheben und als Waffe verwenden ( auf Gegner werfen ). So müsst ihr auch Kisten so hinstellen so dass ihr auf höhere Ebenen gelangt. Das schönste ist wenn ihr eine Öllampe mit einen Schuss in Brand setzt, so dass ihr das Feuer gegen eure Feinde einsetzen könnt. Also Vorsicht, Feuer ist nix für Kinder.
Die KI im Spiel verhält sich Realistisch, so gehen Gegner hinter Kisten, Pferdewagen und anderen Gegenständen in Deckung so dass ihr manchmal gut Zielen müsst um den Hut vom Kopf zu schiessen. Es ist immer noch ein Shooter und so ist die KI nicht zu unfair zu euch, sonder recht fair.
Was noch etwas stört ist das man manche Sachen oder Wege nicht gleich findet, und man manchmal recht lange suchen muss wo man an einen Punkt weiter kommt, da ein Hilfssystem für Wegpunkte oder kleine Hinweise in der Umgebung fehlen. Da hätte man für Anfänger eine kleine Hilfe einbauen müssen. Dann gibt es noch Missionen die man unter Zeitdruck erledigen muss, zwar gibt es einen Kompass der euch zeigt wohin ihr müsst aber bitte wieso ein Zeitlimit? So was braucht man nun wirklich nicht, es nervt in einen Spiel nur und man legt es schneller in die Ecke. Aber keine Angst, die Zeitmissionen sind alle schaffbar, sobald man sich nicht gerade irgendwo verläuft oder aufgehalten wird.



