Lost: Das Spiel | Xbox 360

Endlich ist es soweit für alle Lost Fans haben die Entwickler Ubisoft Montreal das erste offizielle Lost Spiel mit dem Namen Lost: Via Domus, was soviel heisst wie Heimweg für die Xbox 360 entwickelt. Das Spiel wurde mit den ausführenden Produzenten der TV Serie bis ins kleinste Detail entworfen und bietet euch das erste mal einen Einblick in die authentische Welt mit einer neuen spannenden Story von Lost. Wie sich Lost: via Domus schlägt erfahrt ihr jetzt in unseren ausführlichen Test für die Xbox 360.

Seite 1: Die Story von Lost und der Gestrandeten von Flug 815
Seite 2: Grafik, Sound und Musik, Fazit, Pro / Kontra und Wertung

Story von Lost und der Gestrandeten von Flug 815

Nach dem Start des Hauptspiels erlebt ihr gleich hautnah mit wie im Flugzeug ( Flug 815 ) ein wütender Mann im Anzug auf euch los stürmt das Flugzeug auf einmal wackelt, dann urplötzlich auseinander bricht und abstürzt. Wie in der TV Serie erscheint dann das Lost Logo für ein paar Sekunden uns schon könnt ihr los legen.

In Lost: via Domus spielt ihr den Fotografen Elliot Maslow der nach dem Absturz des Fluges 815 auf der Insel mit Gedächtnisverlust zu leben hat. Nach und nach erfahrt ihr wer ihr seid und was auf der Insel merkwürdiges vor sich geht, warum euch ein Mann sucht und eure Kamera will.

Am Anfang wacht ihr im Dschungel auf und müsst erst einmal zurück zum Strand finden um Jack zu helfen die Benzinleitung zu verriegeln. Leider wisst ihr ihr nicht wo es lang geht da der Dschungel doch schon ziemlich dicht ist und man sich leicht verläuft. Zum Glück ist der Hund Vincent von Michael und Walt da der vor rennt und euch den Weg zurück zum Strand weist. Im Spiel trefft ihr so auf Jack, Sayid, die am Anfang noch euch Vertrauen doch später denken ihr seid einer von den Anderen. Später trefft ihr noch auf Saywer mit den ihr Sachen tauschen könnt ( wie Fackeln, Wasser, Lampe, Pistole usw. ) Kate die eigentlich nie an euch zweifelt, Hurley, Locke, Desmond, Sin und Jun die am Anfang nur Koreanisch reden und sogar auf die Anderen stoßt ihr wie Ben, Juliette.



Um natürlich euer Gedächtnis zurück zu bekommen und zu erfahren wer ihr seid gibt es so genannte Errinnerungsfetzen in jeder Episode in denen ihr vor Beginn ein zerschnittenes Foto seht und darauf hin eine Szene folgt die ihr im richtigen Moment und genau wie auf dem Foto fotografieren müsst. Habt ihr das geschafft folgt eine Videosequenz was euch neue Einblicke und Infos schafft. So bekommt ihr immer Stück für Stück eure Identität zurück und steht nicht mehr als Verräter vor den anderen Gestrandeten da.

Um Neuigkeiten rund um den Absturz, die Insel oder die anderen zu erfahren habt ihr die Möglichkeit euch mit Ihnen Saywer, Jack, Kate usw. zu unterhalten. So gibt es ein Fragemenü mit verschiedenen Möglichkeiten die aber leider kein Einfluss auf das Spielgeschehen oder die Beziehung zu der befragten und sehr kurz gehaltenen Person mit ihren Antworten nehmen.

Die Insel könnt ihr leider nicht auf eigene Faust erkunden so sind die Abschnitte klar eingeteilt, so müsst ihr durch den Dschungel von A nach B laufen und immer acht vor der Schwarzen Wolke geben. Ihr müsst durch Höhlen laufen und immer aufpassen das eure Fackel durch Wasser oder Fledermäuse nicht aus geht. Geht in die Schwan Station und müsst die bekannten Zahlen im Computer eingeben, Intelligenztest und Stromkreise bilden um Türen auf zu bekommen bewältigen.

Im Spiel direkt gibt es nur wenige Actioneinlagen so müsst ihr mit der Pistole ein paar mal einer der anderen aus den Bäumen schiessen, vor dem Rauchmonsten flüchten und einfach über Bäume springen oder drunter rutschen, Dynamit von A nach B bringen und aufpassen das man nicht in die Luft fliegt wenn man zu schnell rennt. Zu den wohl besten Szenen im Spiel gehört die wohl bekannte Zahleneingabe in der Schwan Station am Computer wo man alle 108 Minuten die Zahlen 4 8 15 16 23 42 eingeben muss ansonst passiert etwas schreckliches.



Auch gibt es zur Steuerung groß nichts zu sagen da ihr euch mit dem linken Stick vor und zurück bewegt, euch mit dem rechten Stick umseht, mit RT rennt, mit RB die Ich-Perspektive für Kompass / Wegfindung aufruft, mit dem Steuerkreuz das Inventar aufruft und mit der X-Taste Gegenstände ( Kamera, Fackel usw. ) die ihr ausgewählt habt verwendet. Die Steuerung ist wirklich für jeden leicht zu erlernen und euer Charakter lässt sich ohne große Probleme über die Insel steuern.

Um verschiedene Extras frei zu schalten müsst ihr euch im Spiel mit der Kamera mal genau umschauen und bestimmte bekannte Gegenstände ( Lockes Rollstuhl, Kates Flugzeug, Charlies Gitarre usw. ) fotografieren so bekommt ihr Einblicke in Artworks oder sogar neue Gedächtnislücken zurück wenn ihr in den Erinnerungen Notizen sammelt.

Lost: via Domus umfasst genau 7 Episoden die zwischen Staffel 1-3 angesiedelt ist mit einer Gesamtspielzeit von ca. 6-8h die jedes Mal wie in der Serie mit Flashbacks ( Rückblicken ) eingeleitet wird. So erfahrt ihr immer was ihr letztes mal alles gemacht habt und wie es geendet ist, so bleibt ihr wenn ihr mal Pause macht immer auf den laufenden.

Der große Kritikpunkt an Lost: via Domus ist das man die ganze Insel nicht frei erkunden kann, sondern nur in einer Episode zur Lucke geht, in der nächsten Episode Dynamit besorgen und die Tür aufsprengen muss und so weiter. Es ist halt alles wie in einen Drehbuch bis ins kleinste vorgegeben ( diese Personen tauchen auf, dort geht es lang und nicht weiter ) und man hat keinen Einfluss auf den Spielverlauf. Deshalb bekommt das erste Lost Spiel wegen diesem Detailfehler, leider eine menge Punkteabzug von uns. Ansonst ist es wirklich ein gutes designtes aber kurzes Spielevergnügen für alle Lostfans. Wir hoffen für das nächste Spiel nehmen sich die Entwickler etwas mehr Zeit, so dass man mehr von der Insel, den Charakteren und den vielen ungelösten Geheimnissen erfährt.

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